Veröffentlicht: 27.11.2020     /     Autor: Natalie B.

Entwicklungen im Produktmanagement

Zu Beginn dieses Jahres haben wir uns einer der größten Baustellen angenommen, die im Zuge unseres “Erwachsenwerdens” noch übrig geblieben waren: Unser Produktmanagement.
Das Thema Produkt ist zugegebenermaßen nicht ganz so schnell mitgewachsen wie unsere Anzahl an Mitarbeitern oder Kunden.
In der Anfangszeit von BuchhaltungsButler, bis etwa 2017, wurden Features in der Praxis auf Zuruf entwickelt: Gründer Maximilian formulierte in Stichpunkten, was die Kunden gerne hätten, Mitgründer Konrad setzte das entsprechend unter Berücksichtigung sämtlicher Implikationen zuverlässig um.
Da die beiden jahrelange Erfahrung in der Zusammenarbeit haben, funktionierte das recht lange sehr gut. Dass diese Methode nicht skalierbar ist, merkten wir aber spätestens, als das Team ab 2017 immer weiter wuchs.

Die Anzahl der Featurewünsche wuchs ins Unermessliche, die Anforderungen und die Pflege des mittlerweile von tausenden Kunden genutzten Systems banden immer mehr Ressourcen und die Priorisierung neuer Features funktionierte wie bei Küken: wer am lautesten schrie bekam sein Feature.
Klar war, dass sich daran etwas ändern musste und wir mit Jira allein keine Basis für kluges Produktmanagement haben.

Auswahl eines Produktmanagement-Tools

Da wir im Business-Team sehr gute Erfahrungen mit Trello gemacht haben, war dies zunächst die erste Wahl. Hier konnte vorpriorisiert werden, Kunden konnten für gewünschte Features abstimmen und es war möglich, eine grobe Roadmap abzubilden.
Features, für die häufig gevotet wurde, wurden dann spezifiziert und ins Backlog unseres Entwicklungstools Jira gepackt.
In zweiwöchigen Sprints wurden Themen umgesetzt.

Doch auch Trello hat seine Grenzen. Viele weitere Faktoren fließen schließlich in die Priorisierung mit ein, die sich auf Trello nicht gänzlich umsetzen lassen, wie beispielsweise die Aggregation von Nutzerfeedback aus verschiedenen Quellen und Berechnungsalgorithmen, für eine neutrale und auf Fakten basierende Priorisierung des Entwicklungsbacklogs.
So viel unsere Wahl 2020 schließlich auf das Produktmanagement-Tool “Productboard”.

Productboard ermöglicht es, Feedback von Usern aus unterschiedlichen Quellen zu aggregieren sowie auch eine Roadmap zu veröffentlichen, auf der Nutzer für Features voten und Feedback hinterlassen können. Die Votes der Nutzer sowie alle Informationen, die wir aus Gesprächen und E-Mails mit unseren Kunden aggregieren, fließen in die Priorisierung ein. Sie werden abgewogen gegen “Driver” wie z.B. Machbarkeit, Umfang oder Größe der davon profitierenden Nutzerbasis und sie werden langfristigen Zielen zugeordnet, welche wir als Firma für unser Produkt definiert haben.

So haben wir mit einem Tool verschiedenste Blickwinkel abgebildet, die uns von nun an ein deutlich verbessertes Produktmanagement ermöglichen, da die Priorisierung mittlerweile viel objektiver erfolgen kann.

Auch entwicklungsseitig haben wir uns der neuen Dynamik angepasst und arbeiten nun nicht mehr in Sprints sondern im Kanban-Stil, um flexibler und dynamischer agieren zu können.

BuchhaltungsButler Blog

Wir haben in den vergangenen Monaten auch gelernt wie wichtig es ist, unseren Nutzern gegenüber transparent zu machen, woran wir arbeiten.
Wir haben daher diesen Blog ins Leben gerufen, in welchem wir Sie etwa einmal im Monat mit Einblicken aus der Entwicklungskiste auf dem Laufenden halten möchten, an was wir gerade arbeiten.

Wir möchten Sie außerdem einladen, unsere Produktentwicklung aktiv mitzugestalten, indem SieProductboard] nutzen um zu voten und zu kommentieren.
Wir freuen uns über einen regen Austausch mit Ihnen!