Abweichendes Leistungsdatum: Beschreibung und Systematik

Abweichendes Leistungsdatum: Beschreibung und Systematik

Die Funktion "Abweichendes Leistungsdatum" ermöglicht es Ihnen, Ein- und Ausgangsrechnungen mit einem vom Rechnungsdatum abweichenden Leistungsdatum zu erfassen. Die daraus resultierenden umsatzsteuerlichen und betriebswirtschaftlichen Auswirkungen erläutern wir Ihnen in diesem Artikel.

Grundsätzliches

Wenn Sie kein abweichendes Leistungsdatum eingetragen haben, ist bei allen Berechnungen grundsätzlich das Rechnungsdatum maßgeblich.

Betriebswirtschaftliche Auswertung

Die Auswertung erfolgt nach dem Leistungsdatum, das Rechnungsdatum wird aber in der Auswertung mit aufgeführt. Die auszuwertende Periode kann daher Rechnungen mit Rechnungsdatum außerhalb der gewählten Periode beinhalten, sofern das Leistungsdatum innerhalb der Periode liegt.
Rechnungen mit Leistungsdatum außerhalb der Periode und Rechnungsdatum innerhalb der Periode werden nicht berücksichtigt.

Umsatzsteuer-Voranmeldung

Für die Umsatzsteuer-Voranmeldung muss zwischen Ausgangsrechnungen (Umsatzsteuer) und Eingangsrechnungen (Vorsteuer) unterschieden werden.

Umsatzsteuer

Bei Ausgangsrechnungen wird die Umsatzsteuer zum Leistungsdatum kalkuliert, sofern das Leistungsdatum kleiner oder gleich dem Rechnungsdatum ist.

Ist das Leistungsdatum größer dem Rechnungsdatum (Rechnung mit Leistung in der Zukunft), ist das Rechnungsdatum für die Berechnung der Umsatzsteuer maßgeblich.

Bei über BuchhaltungsButler erstellten Rechnungen beachten Sie bitte, dass Rechnungs- und Leistungsdatum nur berücksichtigt werden, sofern die Rechnung debitorisch gebucht wurde.

Vorsteuer

Bei Eingangsrechnungen wird die Vorsteuer grundsätzlich zum Rechnungsdatum kalkuliert, da erst mit Vorliegen einer gültigen Rechnung Vorsteuer in Abzug gebracht werden darf.

Wichtig: Liegt das Leistungsdatum in der Zukunft (die Leistung wurde noch nicht erbracht) und die Zahlung der Rechnung erfolgte nicht in der Periode des Rechnungsdatums, besteht keine Vorsteuerabzugsberechtigung.
Übernehmen Sie in diesem Fall das Leistungsdatum als Rechnungsdatum.

Hintergrund ist, dass für den Vorsteuerabzug eine Rechnung vorliegen muss und die Leistung erbracht oder diese bezahlt sein muss.

Zusammenfassende Meldung

Für die Zusammenfassende Meldung wird in BuchhaltungsButler grundsätzlich das Rechnungsdatum herangezogen.

Bitte beachten Sie daher Folgendes für eine korrekte Zusammenfassende Meldung:

Bei innergemeinschaftlichen Lieferungen ist das Rechnungsdatum für den Meldezeitraum maßgeblich. Wird die Rechnung mehr als einen Monat später erstellt, zählt der Monat nach der Lieferung als Meldezeitraum.

Bei Dienstleistungen mit Umsatzsteuerschuld im übrigen Gemeinschaftsgebiet zählt der Zeitpunkt der Leistungserbringung.

Um dieses korrekt abzubilden ist es notwendig, in BuchhaltungsButler das Rechnungsdatum auf das für die ZM maßgebliche Datum zu ändern.

SuSa-Liste / Kontenblätter

Die Darstellung der Geschäftsvorfälle in den Kontenblättern erfolgt grundsätzlich nach Rechnungs- und nicht nach Leistungsdatum.
Die Steuer wird in der Auswertung nicht periodengerecht, sondern zum Rechnungsdatum, dargestellt. Hierdurch kann es zu Abweichungen zwischen der Auswertung "Umsatzsteuer-Voranmeldung" und den Werten in den Kontenblättern kommen. Die in der Umsatzsteuer-Voranmeldung berechneten Werte berücksichtigen das abweichende Leistungsdatum und sind korrekt.