BuchhaltungsButler Pro Anleitung: Einstieg für Kanzleien und Buchhaltungsbüros
Gliederung
BHB Pro Anleitung: Setup für Kanzleien | BuchhaltungsButler
Der Start in BHB Pro läuft nicht über eine normale Registrierung, sondern über ein Erstgespräch, zwei Coupons und einen gemeinsamen Einrichtungstermin. Diese Anleitung zeigt Kanzleien und Buchhaltungsbüros, in welcher Reihenfolge Master- und Mandanten-Accounts entstehen und wie Workflows, DATEV-Übergabe und Mandantenverwaltung von Anfang an sauber aufgesetzt werden.
BHB Pro bündelt alle Mandate in einer Oberfläche: ein Login, eine zentrale Mandantenliste und pro Mandant eigene Automatisierungsregeln, Bankanbindungen und Exporte. Gratis testen
Das lernen Sie in diesem Artikel
- Wie der Einstieg in BHB Pro vom Erstgespräch bis zum ersten Mandat abläuft
- Wie Sie Master-Account und Mandanten-Accounts anlegen und verknüpfen
- Welche Best Practices sich für Workflows über mehrere Mandate hinweg bewährt haben
- Wie Sie die DATEV-Datenübergabe pro Mandant konfigurieren
- Worauf Steuerkanzleien bei Rollen, Rechten und Fristen achten sollten
Der Einstieg in BHB Pro unterscheidet sich vom Start in der Standardversion: Es gibt kein Self-Service-Formular, sondern ein Erstgespräch, zwei Coupons und eine feste Reihenfolge – erst der Master-Account der Kanzlei, dann die Mandanten-Accounts. Diese BuchhaltungsButler Pro Anleitung begleitet den Weg vom ersten Termin bis zum ersten laufenden Mandat und konzentriert sich anschließend auf die Themen, die nur in der Pro-Version anfallen: standardisierte Workflows über mehrere Mandate, die Datenübergabe an die Kanzleisoftware und die Verwaltung von Rollen und Fristen. Was BHB Pro als Produkt ist und für welche Zielgruppen es sich lohnt, klärt der Überblick zu BHB Pro.
BuchhaltungsButler Pro Anleitung
BHB Pro basiert auf einer zweistufigen Account-Struktur. Der Master-Account ist die zentrale Steuerungseinheit der Kanzlei: An ihn werden alle Mandanten-Accounts angebunden, über ihn läuft die Abrechnung, und aus ihm heraus wechseln Mitarbeitende per Single Sign-On zwischen den Mandaten. Jeder Mandant erhält daneben einen eigenen Account, damit die Gesellschaften bilanziell und rechtlich getrennt bleiben und die GoBD-konforme Archivierung je Mandat greift.
Der Ablauf bis zum fertigen Setup besteht aus vier Schritten:
- Erstgespräch: In einem unverbindlichen Termin klären Sie mit Sebastian Dykta aus dem BHB-Pro-Team, ob und wie Pro zu Ihrer Kanzlei passt. Den Termin buchen Sie direkt über die BHB Pro Produktseite.
- Entscheidung und Coupons: Sobald Sie sich für Pro entscheiden, erhalten Sie zwei Coupons – einen für den Master-Account und einen für die Mandanten-Accounts. Der zweite Coupon wird für jeden weiteren Mandanten wiederverwendet, eine neue Anforderung ist nicht nötig.
- Gemeinsamer Einrichtungstermin: In einem zweiten Termin setzen Sie den Master-Account und die ersten Mandanten-Accounts zusammen mit dem BHB-Team auf. Dieser Onboarding-Service für Pro-Kunden ist ohne Zusatzkosten enthalten.
- Ausbau: Alle weiteren Mandate legen Sie anschließend selbst an – nach demselben Muster und mit demselben zweiten Coupon.
Die Reihenfolge ist verbindlich: Der Master-Account muss stehen, bevor Mandanten-Accounts angelegt und verknüpft werden können, weil die Abrechnung aller Mandate zentral über ihn läuft.
BHB Pro Einrichtung: Master-Account und Mandanten-Accounts anlegen
Im Master-Account hinterlegen Sie zuerst die Kanzleidaten bzw. Ihre Unternehmensdaten und legen die Mitarbeitenden an. Über die abgestufte Rechteverwaltung erhält jede Rolle nur die Zugriffe, die sie tatsächlich braucht: Eine Kollegin betreut alle Mandate, eine Aushilfe sieht nur die Belegvorerfassung eines einzelnen Mandanten. Diese Rollenlogik sollte vor der ersten Verknüpfung sitzen – nachträglich Rechte zu korrigieren, wenn schon zehn Mandate hängen, kostet deutlich mehr Zeit.
Anschließend legen Sie pro betreutem Mandat einen eigenen Mandanten-Account an; eine Sammellizenz für mehrere Gesellschaften gibt es nicht. Beim Anlegen wählen Sie den Plan passend zum Mandantenprofil: eine nicht operative Holding mit wenigen Belegen pro Jahr braucht ein anderes Paket als ein Online-Händler mit mehreren Marktplatz-Schnittstellen. Den Coupon für Mandanten-Accounts geben Sie am Ende des Bezahlvorgangs in die entsprechende Eingabemaske ein. Danach verknüpfen Sie den Account über die Mehrmandantenfähigkeit mit dem Master-Account – ab diesem Moment erscheint das Mandat in der zentralen Mandantenliste und ist per Klick erreichbar.
Für jeden neuen Mandanten hat sich dieselbe Grundkonfiguration bewährt: Bankkonten, Kreditkarten und Zahlungsdienstleister wie PayPal oder Stripe anbinden, den Kontenrahmen festlegen (SKR03 oder SKR04, bei Bedarf mit erweiterter Sachkontenlänge und eigenen Sachkonten), die Beleg-Inbox-Adresse an den Mandanten kommunizieren und einen Testlauf mit dem automatischen Belegmatching fahren. Erst wenn diese Basis steht, lohnt sich der Aufbau der Automatisierungen.
Bringen Sie zum Einrichtungstermin eine Mandantenliste mit vier Spalten mit: Belegvolumen pro Monat, benötigte Nutzerzugänge, vorhandene Schnittstellen und Kontenrahmen. Damit lassen sich die Pläne direkt im Termin sauber zuordnen, statt später einzelne Mandate umzustellen.
Workflow-Automatisierung mit BHB Pro: Best Practices
Der eigentliche Hebel von Pro liegt nicht im Wechsel zwischen Accounts, sondern in der Standardisierung. Bewährt hat sich, mit einem Referenzmandanten zu starten: Ein typisches Mandat wird vollständig durchautomatisiert, die Regeln werden dokumentiert, und dieses Muster wird anschließend auf vergleichbare Mandate übertragen. Wer stattdessen zehn Accounts gleichzeitig halbfertig aufsetzt, verliert genau die Zeit, die die Plattform einsparen soll.
In BHB Pro greifen dabei drei Ebenen der Automatisierung zusammen:
- Automatisierungsregeln reagieren auf feste Merkmale eines Belegs oder Bankumsatzes – etwa ein Stichwort im Verwendungszweck oder eine wiederkehrende Gegenstelle – und lösen die hinterlegte Aktion aus, zum Beispiel eine Kontierung auf ein bestimmtes Konto.
- Die lernende Kontierung nutzt nutzerübergreifendes Wissen und übernimmt zusätzlich die individuellen Buchungsentscheidungen des jeweiligen Mandanten.
- Sammelfunktionen erledigen Kontierungen oder die Zuweisung von Lieferantenkonten für viele Belege in einem Durchgang.
Genauso wichtig wie die Regeln ist ein einheitlicher Belegeingang: Legen Sie pro Mandant fest, ob Belege per E-Mail-Inbox, über die Scan-App oder per Dropbox-Ordner ankommen, und halten Sie das über das Portfolio hinweg gleich. Rückfragen zu fehlenden Belegen oder unklaren Buchungen laufen über die Aufgabenfunktion statt über E-Mail-Ketten. Für den Monatsabschluss hat sich eine feste Routine bewährt: Belege prüfen, Matching bestätigen, To-do-Liste und Plausibilitätsprüfungen abarbeiten, Umsatzsteuer-Voranmeldung übermitteln, Zeitraum festschreiben. Wie weit sich Routineaufgaben in Kanzleien inzwischen verlagern lassen, zeigt der Artikel zur KI-gestützten Buchhaltung für Kanzleien.
Bringen Sie Ihr Wissen auf das nächste Level
Entdecken Sie in unseren kostenlosen Webinaren, wie Sie Ihre Buchhaltungsprozesse einfach und effizient gestalten und so Ihr Unternehmen noch erfolgreicher führen können.
Mehr Webinare
Einführung in BuchhaltungsButler
Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Grundfunktionen und smarten Automatisierungs-Tricks, mit denen EÜR und Bilanzierer ihre Buchhaltung zeitsparend meistern.
Grundlagen der Buchhaltung
Dieses Webinar führt Einsteiger Schritt für Schritt an die eigene Buchführung heran und bietet Ihnen die Möglichkeit, direkt in BuchhaltungsButler mitzuarbeiten und individuelle Fragen zu klären.
DATEV-Datenübergabe in BHB Pro konfigurieren
Für Steuerkanzleien entscheidet die Datenübergabe darüber, ob sich der Aufwand rechnet. Die Übergabe läuft über strukturierte Exporte im DATEV-Format: Buchungssätze und Belege werden je Mandanten-Account und Zeitraum exportiert und in der Kanzleisoftware eingelesen, ohne dass Buchungen erneut erfasst werden müssen. Für Betriebsprüfungen stehen zusätzlich der GDPdU- und der Z3-Export bereit.
Hinweise zu einzelnen Geschäftsvorfällen gehen über die Kommentarfunktion mit – das ersetzt Notizzettel und Rückfragen per Mail. Vor der Übergabe wird der Zeitraum festgeschrieben, damit die Daten revisionssicher sind. Für bilanzierende Mandanten bilden Summen- und Saldenliste sowie Kontenblätter die Grundlage für den Jahresabschluss und die E-Bilanz.
Testen Sie den Export einmal mit einem Probemonat, bevor Sie weitere Mandate aufsetzen. Fehler im Kontenrahmen oder bei der Mandantennummer fallen so bei einem Mandat auf und nicht bei zwanzig.
Mandantenverwaltung für Steuerberater: Rollen, Rechte und Fristen
Im Kanzleialltag ist die zentrale Mandantenliste vor allem ein Fristeninstrument: Sie sehen für jedes Mandat auf einer Oberfläche, wo noch Belege fehlen und welche Meldungen offen sind. Umsatzsteuer-Voranmeldungen und Zusammenfassende Meldungen übermitteln Sie über die integrierte ELSTER-Anbindung, ohne für jeden Mandanten ein eigenes Zertifikat zu verwalten. Auswertungen wie BWA und Kontenblätter stehen je Mandant zur Verfügung.
Zur Mandantenverwaltung gehört auch die Aufgabenteilung mit dem Mandanten selbst. Legen Sie fest, wer Belege hochlädt, wer Zahlungen freigibt und wer kontiert – gerade wenn Sie die vorbereitende Buchhaltung beim Mandanten lassen und nur prüfen und abschließen. Der Rechnungsfreigabeprozess und die Rechteverwaltung setzen diese Aufteilung technisch um.
Größere Umstellungen wie die E-Rechnung in der Kanzlei planen Sie sinnvollerweise mandantenweise ein und nicht für alle Mandate gleichzeitig.
Fazit: So gelingt der Einstieg in BuchhaltungsButler Pro
- Der Einstieg läuft über ein Erstgespräch und zwei Coupons; Master-Account und erste Mandanten-Accounts richten Sie gemeinsam mit dem BHB-Team ein, ohne Zusatzkosten.
- Die Reihenfolge entscheidet: Master-Account mit Rollen und Rechten zuerst, dann Mandanten-Accounts anlegen und verknüpfen.
- Automatisieren Sie einen Referenzmandanten vollständig und übertragen Sie das Muster, statt alle Mandate parallel halbfertig aufzusetzen.
- Klären Sie Kontenrahmen, Berater- und Mandantennummer sowie den Übergabeweg an die Kanzleisoftware, bevor die ersten Buchungen entstehen.
Alle Angaben ohne Gewaehr.