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Kreditkartenabrechnung buchen: Einzelumsätze, Sammelabbuchung und Ausgleich

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Kreditkartenabrechnung buchen: Konten | BuchhaltungsButler

Wer geschäftlich mit Kreditkarte zahlt, muss jeden Umsatz einzeln erfassen und die spätere Sammelabbuchung vom Geschäftskonto sauber ausgleichen. Dieser Artikel zeigt, wie Sie die Kreditkartenabrechnung über ein Verrechnungskonto buchen und welche Konten im SKR03 und SKR04 dafür vorgesehen sind.

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BuchhaltungButlerBuchhaltungsButler importiert Kreditkartenumsätze über die Bankanbindung automatisch, ordnet die passenden Belege zu und schlägt die Kontierung vor. Gratis testen

Das lernen Sie in diesem Artikel

  • Warum Kreditkartenumsätze über ein Verrechnungskonto laufen
  • Welche Konten im SKR03 und SKR04 für die Kreditkartenabrechnung vorgesehen sind
  • Wie Einzelumsätze und die Sammelabbuchung per Lastschrift gebucht werden
  • Wie Gebühren, Fremdwährungsumsätze und private Zahlungen behandelt werden
  • Was beim Vorsteuerabzug und bei den Belegen zu beachten ist

Mit der Firmenkreditkarte sind Software-Abos, Tankstopps oder Hotelbuchungen schnell bezahlt. In der Buchhaltung entsteht dadurch aber eine zeitliche Lücke: Die einzelnen Käufe finden laufend statt, belastet wird das Geschäftskonto meist erst Wochen später in einer Summe. Wer die Kreditkartenabrechnung buchen will, braucht deshalb eine klare Logik, die beide Zeitpunkte abbildet. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie Einzelumsätze, Sammelabbuchung und Ausgleich zusammenspielen.

Kreditkartenabrechnung buchen

Eine Kreditkartenabrechnung ist die periodische Aufstellung aller Umsätze, die in einem Abrechnungszeitraum mit einer Kreditkarte getätigt wurden – in der Regel monatlich. Am Ende des Zeitraums zieht der Kartenherausgeber den Gesamtbetrag per Lastschrift vom hinterlegten Geschäftskonto ein. Buchhalterisch sind das zwei unterschiedliche Vorgänge:

  • Einzelumsätze: Jeder Kauf ist ein eigener Geschäftsvorfall mit eigenem Beleg, eigenem Aufwandskonto und gegebenenfalls eigener Vorsteuer. Er wird zum Datum des Karteneinsatzes gebucht.
  • Sammelabbuchung: Die Belastung des Bankkontos ist ein reiner Zahlungsvorgang, der die aufgelaufene Schuld gegenüber dem Kartenherausgeber begleicht. Sie ist erfolgsneutral.

Würden Sie nur die Sammelabbuchung als Aufwand erfassen, fehlen die Einzelbelege, die Vorsteuer lässt sich nicht korrekt zuordnen und die Aufwände landen im falschen Monat. Deshalb wird zwischen beide Vorgänge ein Hilfskonto geschaltet. Die Grundlagen solcher Hilfskonten erklären wir ausführlich im Artikel Verrechnungskonto in der Buchführung. Hier geht es um die konkrete Anwendung bei der Kreditkarte.

Wie funktioniert das Verrechnungskonto Kreditkarte?

Das Verrechnungskonto Kreditkarte funktioniert wie ein eigenes kleines Bankkonto für die Karte. Jeder Einzelumsatz wird im Haben gebucht und erhöht die Schuld gegenüber dem Kartenherausgeber. Die Sammelabbuchung wird im Soll gebucht und baut diese Schuld wieder ab. Ist alles richtig erfasst, steht das Konto nach jeder Abrechnung auf null.

Der Ablauf in drei Schritten:

  • Schritt 1 – Einzelumsatz: Aufwandskonto und Vorsteuer an Verrechnungskonto Kreditkarte
  • Schritt 2 – Sammelabbuchung: Verrechnungskonto Kreditkarte an Bank
  • Schritt 3 – Abstimmung: Saldo des Verrechnungskontos mit der Kreditkartenabrechnung abgleichen

Ein Restsaldo nach der Abbuchung ist immer ein Warnsignal: Entweder fehlt ein Einzelumsatz, eine Gebühr wurde nicht erfasst oder ein Umsatz wurde doppelt gebucht. Planmäßig darf ein Saldo nur zum Monats- oder Jahresende stehen bleiben – nämlich dann, wenn Umsätze bereits getätigt, aber noch nicht abgebucht wurden. In der Bilanz ist dieser Betrag eine sonstige Verbindlichkeit.

Kein Verrechnungskonto brauchen Sie bei Debitkarten wie der girocard oder einer Visa Debit, deren Umsätze sofort und einzeln vom Girokonto abgehen. Hier buchen Sie jeden Umsatz direkt gegen das Bankkonto.

Welche Konten nutzen Sie im SKR03 und SKR04?

Die DATEV-Standardkontenrahmen sehen für die Kreditkartenabrechnung ein eigenes Konto im Bereich der sonstigen Verbindlichkeiten vor: 1730 im SKR03 und 3610 im SKR04. Alternativ nutzen manche Unternehmen ein Unterkonto der Geldtransitkonten, etwa 1361 im SKR03. Beide Varianten sind gebräuchlich – entscheidend ist, dass Sie sich für eine entscheiden, sie durchgängig verwenden und mit Ihrer Steuerberatung abstimmen.

Die wichtigsten Konten im Überblick:

  • Kreditkartenabrechnung: 1730 (SKR03) / 3610 (SKR04)
  • Bank: 1200 (SKR03) / 1800 (SKR04)
  • Vorsteuer 19 %: 1576 (SKR03) / 1406 (SKR04)
  • Nebenkosten des Geldverkehrs: 4970 (SKR03) / 6855 (SKR04)
  • Privatentnahmen: 1800 (SKR03) / 2100 (SKR04)

Nutzen Sie mehrere Firmenkreditkarten, etwa eine pro Mitarbeitendem, lohnt sich je Karte ein eigenes Unterkonto. So lässt sich jede Abrechnung separat abstimmen, und Fehler lassen sich sofort der richtigen Karte zuordnen.

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Wie buchen Sie die Einzelumsätze?

Jeder Einzelumsatz wird zum Datum des Karteneinsatzes mit dem Originalbeleg gebucht – nicht erst, wenn die Kreditkartenabrechnung eintrifft. Als Beleg dient die Rechnung des Händlers. Die Kreditkartenabrechnung ersetzt diese nicht, denn sie enthält weder die Pflichtangaben einer Rechnung noch einen Steuerausweis.

Beispiel: Ein Unternehmen zahlt im März mit der Firmenkreditkarte:

  • 05.03.: Büromaterial im Onlineshop, 119,00 € brutto (100,00 € netto + 19,00 € Umsatzsteuer)
  • 18.03.: Tankfüllung für den Firmenwagen, 71,40 € brutto (60,00 € netto + 11,40 € Umsatzsteuer)
  • 31.03.: Jahresgebühr der Kreditkarte, 30,00 € (umsatzsteuerfrei)

Die Buchungssätze im SKR03 (SKR04 in Klammern):

Bestellung im Onlineshop

s 4930 (6815)*; Bürobedarf 100,00 €
s 1576 (1406); Vorsteuer 19,00 €
h 1730 (3610); Kreditkartenabrechnung 119,00 €

Tanken

s 4530 (6530); Laufende Kfz-Betriebskosten 60,00 €
s 1576 (1406); Vorsteuer 11,40 €
h 1730 (3610); Kreditkartenabrechnung 71,00 €

Jahresgebühr Kreditkarte

s 4970 (6855); Nebenkosten des Geldverkehrs 30,00 €
h 1730 (3610); Kreditkartenabrechnung 30,00 €

Nach diesen drei Buchungen weist das Verrechnungskonto einen Habensaldo von 220,40 € aus – genau den Betrag, den die Kreditkartenabrechnung für März ausweist.

Die Vorsteuer ziehen Sie, sobald Leistung und ordnungsgemäße Rechnung vorliegen – unabhängig davon, wann das Bankkonto belastet wird. Wie das im Detail funktioniert, lesen Sie im Artikel Vorsteuer buchen. Für Tankquittungen und andere Belege bis 250 € brutto genügen die vereinfachten Angaben einer Kleinbetragsrechnung.

Fordern Sie bei Onlinekäufen immer die Rechnung als PDF  an und legen Sie sie direkt nach dem Kauf ab. Die häufigste Ursache für ungeklärte Kreditkartenumsätze sind Belege, die erst Wochen später bei der Abrechnung gesucht werden.

Wie buchen Sie die Sammelabbuchung per Lastschrift?

Anfang April zieht der Kartenherausgeber die Märzabrechnung per SEPA-Lastschrift vom Geschäftskonto ein. Diese Belastung buchen Sie nicht als Aufwand, sondern als reinen Ausgleich:

Sammelabbuchung

s 1730 (3610); Kreditkartenabrechnung 220,40 €
h 1200 (1800); Bank 220,40 €

Damit steht das Verrechnungskonto wieder auf null. Als Beleg für diese Buchung dienen der Kontoauszug und die Kreditkartenabrechnung.

Weicht die Lastschrift vom Saldo ab, prüfen Sie zuerst:

  • Wurden alle Positionen der Abrechnung erfasst, auch Gebühren und Zinsen?
  • Enthält die Abrechnung Gutschriften oder Erstattungen, etwa nach einer Retoure?
  • Gehört ein Umsatz zeitlich schon in die nächste Abrechnungsperiode?
  • Wurde ein Umsatz doppelt gebucht, zum Beispiel einmal über den Beleg und einmal über die Abrechnung?

Erstattungen buchen Sie spiegelbildlich zum ursprünglichen Kauf: Verrechnungskonto Kreditkarte an Aufwandskonto und Vorsteuer. Bei Karten mit Teilzahlungsfunktion wird mitunter nur ein Teilbetrag abgebucht. Der Rest bleibt dann als Verbindlichkeit auf dem Verrechnungskonto stehen, anfallende Zinsen erfassen Sie als Zinsaufwand.

Was tun bei Gebühren, Fremdwährung und privaten Umsätzen?

Kartengebühren, Auslandseinsatzentgelte und Gebühren für Bargeldabhebungen sind Finanzdienstleistungen und in der Regel umsatzsteuerfrei. Sie laufen ohne Vorsteuer auf das Konto Nebenkosten des Geldverkehrs.

Zahlen Sie in US-Dollar oder einer anderen Fremdwährung, rechnet der Kartenherausgeber den Umsatz zu seinem Kurs in Euro um. Buchen Sie den Einzelumsatz mit dem Eurobetrag laut Kreditkartenabrechnung, entstehen auf dem Verrechnungskonto keine Kursdifferenzen. Das Auslandseinsatzentgelt erfassen Sie separat als Gebühr. Wie Sie mit abweichenden Kursen zwischen Rechnungs- und Zahlungsdatum umgehen, lesen Sie im Artikel Rechnungen in Fremdwährung buchen.

Viele Softwareanbieter und Werbeplattformen, die per Kreditkarte abrechnen, sitzen im EU-Ausland oder in Drittstaaten. Dann schulden Sie als Leistungsempfänger die Umsatzsteuer selbst. Die Buchung folgt dem Reverse-Charge-Verfahren für Leistungen aus der EU beziehungsweise dem Reverse-Charge-Verfahren für Leistungen aus dem Drittland. Die Gegenbuchung läuft trotzdem über das Verrechnungskonto Kreditkarte.

Wurde die Firmenkarte versehentlich privat genutzt, buchen Sie den Umsatz bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften als Privatentnahme an das Verrechnungskonto Kreditkarte – ohne Vorsteuer. Umgekehrt lassen sich betriebliche Ausgaben, die über eine private Kreditkarte liefen, als Privateinlage erfassen. Details dazu finden Sie im Artikel Privatentnahmen und Privateinlagen buchen. Bei einer GmbH ist die private Nutzung durch Gesellschafter heikler und sollte immer mit der Steuerberatung geklärt werden.

Binden Sie die Kreditkarte direkt an Ihre Buchhaltungssoftware an. In BuchhaltungsButler lassen sich gängige Firmenkreditkarten über die Bankschnittstellen verbinden. Die Einzelumsätze werden dann automatisch importiert und mit den passenden Belegen abgeglichen. Einen Überblick finden Sie auf der Seite Funktionen im Überblick.

Fazit: So bleibt Ihr Kreditkartenkonto sauber

Kreditkartenumsätze erfordern zwei Buchungsebenen: die Einzelumsätze mit Beleg und Vorsteuer sowie die Sammelabbuchung als erfolgsneutralen Ausgleich. Dazwischen steht das Verrechnungskonto Kreditkarte – 1730 im SKR03 oder 3610 im SKR04. Buchen Sie jeden Umsatz zum Datum des Karteneinsatzes, erfassen Sie Gebühren und Fremdwährungsentgelte separat und gleichen Sie das Konto nach jeder Abrechnung auf null ab. Ein verbleibender Saldo zeigt Ihnen sofort, wo noch ein Beleg oder eine Buchung fehlt.

Alle Angaben ohne Gewhr.

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Ralph B.

Beste Software für Buchhaltung auf dem Markt.
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David K.

Eine unglaubliche Zeitersparnis. Macht richtig Spaß. Vielen Dank für dieses tolle Tool!

FAQs

Wie buche ich eine Kreditkartenabrechnung richtig?

Sie buchen jeden Einzelumsatz mit Beleg auf das passende Aufwandskonto an das Verrechnungskonto Kreditkarte und gleichen dieses bei der Sammelabbuchung gegen das Bankkonto aus. Im SKR03 lautet die Ausgleichsbuchung „1730 an 1200“, im SKR04 „3610 an 1800“. Nach der Abbuchung sollte das Verrechnungskonto auf null stehen.

Welches Konto nutze ich, um die Kreditkarte zu buchen?

Für die Kreditkartenabrechnung ist im SKR03 das Konto 1730 und im SKR04 das Konto 3610 vorgesehen. Alternativ ist ein Unterkonto der Geldtransitkonten gebräuchlich, etwa 1361 im SKR03. Wichtig ist, dass Sie sich für eine Variante entscheiden und diese durchgängig nutzen.

Warum brauche ich ein Verrechnungskonto für die Kreditkarte?

Das Verrechnungskonto Kreditkarte überbrückt die Zeit zwischen Karteneinsatz und Abbuchung vom Bankkonto. So werden Aufwand und Vorsteuer im richtigen Monat erfasst, obwohl das Geld erst später fließt. Zugleich zeigt ein Restsaldo sofort, ob Umsätze oder Gebühren fehlen.

Reicht die Kreditkartenabrechnung als Beleg für den Vorsteuerabzug?

Nein, die Kreditkartenabrechnung ersetzt keine Rechnung. Für den Vorsteuerabzug benötigen Sie die Rechnung des Händlers mit den Pflichtangaben nach § 14 UStG, bei Beträgen bis 250 € brutto genügt eine Kleinbetragsrechnung. Die Abrechnung dient nur als Nachweis für die Zahlung und die Sammelabbuchung.

Wann buche ich Kreditkartenumsätze in der EÜR?

In der Einnahmen-Überschuss-Rechnung gilt das Abflussprinzip nach § 11 EStG. Nach verbreiteter Auffassung ist eine Ausgabe bei Kreditkartenzahlung bereits mit dem Karteneinsatz abgeflossen und nicht erst mit der Belastung des Bankkontos. Relevant wird das vor allem bei Umsätzen rund um den Jahreswechsel – stimmen Sie die Behandlung im Zweifel mit Ihrer Steuerberatung ab.

Wie buche ich Gebühren auf der Kreditkartenabrechnung?

Jahresgebühren, Auslandseinsatzentgelte und Bargeldgebühren buchen Sie auf Nebenkosten des Geldverkehrs, im SKR03 auf 4970 und im SKR04 auf 6855. Da diese Leistungen in der Regel umsatzsteuerfrei sind, fällt keine Vorsteuer an. Die Gegenbuchung erfolgt wie bei jedem Einzelumsatz auf das Verrechnungskonto Kreditkarte.

Was mache ich, wenn das Verrechnungskonto Kreditkarte nicht aufgeht?

Ein Restsaldo nach der Sammelabbuchung bedeutet, dass Einzelumsätze und Abbuchung nicht übereinstimmen. Gleichen Sie die Kreditkartenabrechnung Position für Position mit Ihren Buchungen ab und achten Sie besonders auf fehlende Gebühren, Erstattungen, Doppelbuchungen und Umsätze aus der Folgeperiode. Umsätze, die bereits getätigt, aber noch nicht abgebucht wurden, dürfen zum Monats- oder Jahresende als Saldo stehen bleiben.