Steuerliche Änderungen in 2024: Was Sie als Unternehmer:in wissen müssen

Kim Janzen
Steuerliche Änderungen in 2024
Buchhaltungssoftware entdecken Gliederung

Die wichtigsten steuerlichen Änderungen in 2024 | BuchhaltungsButler

Das neue Jahr 2024 hat begonnen und mit Jahresbeginn ändert sich einiges im Hinblick auf Ihre Steuern. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die wichtigsten steuerlichen Änderungen in 2024 und Sie erfahren, von welchen neuen Regelungen Sie als Unternehmen betroffen sind.

Unsere Webinare

BuchhaltungsButler gratis anmelden Gratis anmelden

Unsere Anwendung

Gratis testen Gratis testen

BuchhaltungButler

Starten Sie in 2024 mit der rechtssicheren, GoBD-konformen und maximal effizienten Buchhaltungssoftware von BuchhaltungsButler durch.

Gratis testen

Änderungen für Unternehmer:innen und Selbstständige

Mit dem neuen “Wachstumschancengesetz” [a.d.R.: Das Gesetz ist Stand heute (12.01.24) noch nicht final beschlossen, die Regelungen sollen jedoch in weiten Teilen ab dem 1. Januar 2024 rückwirkend in Kraft treten], soll es Unternehmen möglich gemacht werden, ihre Liquiditätssituation zu verbessern und ihnen eine Basis für dauerhafte Investitionen und Innovationen zu schaffen. Vor allem bietet das Gesetz Steuervereinfachungen, die für Gründer:innen, kleine Unternehmen und Selbstständige große Vorteile bedeuten. Die wichtigsten Regelungen sind im Folgenden aufgeführt.

Automatisieren Sie Ihre Buchhaltung!

  • Grenzen für Gewinnermittlung: 2 wichtige Grenzen, bis zu denen man nach vereinfachtem Verfahren seinen Gewinn ermitteln, und somit nicht bilanzieren und einen Jahresabschluss erstellen muss, werden deutlich angehoben: Ab 2024 gilt die neue Umsatzgrenze von 800.000€ (statt 600.000€) im Jahr und 80.000€ Gewinn (statt bisher 60.000€). Unternehmer:innen müssen somit erst bilanzieren, wenn eine dieser Grenzen überschritten wird.
  • Geringwertige Wirtschaftsgüter: Die Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter, welche in besonderer Weise von Unternehmen abgeschrieben werden dürfen, lag vorher bei 800€ und soll nun ab 2024 auf 1000€ netto angehoben werden. Liegt eine Anschaffung unter diesem Betrag, dürfen die Kosten zu 100% im 1. Anschaffungsjahr angesetzt werden.
Diese neuen Pflichten erwartet Unternehmen ab 2024
  • Geschenke und Feiern: Für Geschenke an Kund:innen und Geschäftspartner:innen galt bisher eine Freigrenze von 35€ netto pro Geschenk. Diese wird nun auf 50€ netto erhöht. Für Aufwendungen für Firmen- und Betriebsfeiern gilt nun die Grenze von 150€ pro Mitarbeiter:in (statt wie bisher 110€), um steuerlich bevorzugt zu werden. Die Freigrenze gilt für bis zu 2 Firmenfeiern pro Jahr.
  • Umsatzsteuer-Voranmeldung: Ab 2024 werden Unternehmer:innen mit nicht allzu hohen Umsätzen von der Aufgabe, eine Umsatzsteuer-Voranmeldung abzugeben, befreit. Die unterste Stufe wird mit Jahresbeginn erhöht, sodass Unternehmer:innen, deren USt für das vorangegangene Kalenderjahr nicht mehr als 2.000€ betragen hat (statt wie bisher max 1.000€), keine Umsatzsteuer-Voranmeldung abgeben müssen.
  • Umsatzsteuererklärung (Kleinunternehmer:innen): Die bisherige Verpflichtung für Kleinunternehmer:innen, eine Umsatzsteuererklärung mit 0 umsatzsteuerpflichtigen Umsätzen abgeben zu müssen, obwohl im Rahmen der Kleinunternehmerregelung auf die Erhebung der Umsatzsteuer verzichtet wird, gilt ab 2024 nicht mehr: Kleinunternehmer:innen sind für den Veranlagungszeitraum 2024 nicht mehr zur Abgabe einer Umsatzsteuererklärung verpflichtet. Es gelten allerdings 3 Sonderfälle.
  • Verpflegungsmehraufwand: Der Verpflegungsmehraufwand für die Verpflegung außerhalb von zuhause und von der 1. Tätigkeitsstätte wird ab diesem Jahr angepasst. Bei einer Abwesenheit von mind. 8 Stunden von zuhause, die nicht in der 1. Tätigkeitsstätte, also z.B. im Betrieb ist, konnte man bisher 14€ pro Tag als Ausgaben absetzen. Dies wird nun angepasst: Pro Tag und mit einer Abwesenheit von mind. 8 Stunden können nun 15€, und bei einer Abwesenheit von mind. 24 Stunden 30€ abgesetzt werden.

Neben den zahlreichen Steuervereinfachungen gibt es für Unternehmer:innen allerdings auch eine neue verpflichtende Maßnahme, der sie ab 2024 nachkommen müssen: Die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung. Ab 2024 müssen Arbeitgeber:innen die Arbeitszeit ihrer Angestellten elektronisch erfassen. Ausnahmen können durch tarifliche oder kleinbetriebliche Regelungen gelten, z.B. sind Betriebe mit einer Größe von bis zu 10 Mitarbeitenden vom Gesetz ausgenommen. Wie die Unternehmen die elektronische Zeiterfassung umsetzen, bleibt ihnen überlassen.

Sie sind Unternehmer:in und möchten bei Ihrem Jahresabschluss alles richtig machen? In unserem Jahresabschlusswebinar werden Sie Schritt für Schritt von unseren Expert:innen und einem Steuerberater durch den Prozess geführt und können dabei alle Fragen, die während der Vorbereitung Ihres Jahresabschlusses entstehen, an unser Team stellen. Hier können Sie sich einen Platz für das Jahresabschlusswebinar sichern. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Kundenreview Buchhaltungssoftware

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Hinterlassen Sie uns eine Bewertung

5,0 Bewertung

Stimmen: 2 ; Durchschnitt: 5

Ralph B.

5,0 Bewertung

5

Beste Software für Buchhaltung auf dem Markt.

David K.

5,0 Bewertung

5

Eine unglaubliche Zeitersparnis. Macht richtig Spaß. Vielen Dank für dieses tolle Tool!

Daniela M.

5,0 Bewertung

5

Klare und leicht verständliche Benutzeroberfläche. Perfekt für die gemeinsame Nutzung der Plattform mit Geschäftspartnern.

FAQs

Welche neuen Grenzen und Pauschalen gelten mit dem neuen Wachstumschancengesetz?

Das Wachstumschancengesetz umfasst einige neue steuerliche Grenzen, die für Unternehmer:innen und Selbstständige von Vorteil sind: Zum Einen steigen sowohl die Grenzen für die Gewinnermittlung auf 800.000€ Umsatz und 80.000€ Gewinn im Jahr, als auch für geringwertige Wirtschaftsgüter auf 1000€ netto. Zum Anderen gilt ab sofort für Geschenke an Kund:innen und Geschäftspartner:innen die neue Freigrenze von 50€ netto, sowie 150€ netto pro Mitarbeitenden bei einer Betriebsfeier. Außerdem steigt der Verpflegungsmehraufwand ab diesem Jahr, sodass pro Tag und mit einer Abwesenheit von mind. 8 Stunden nun 15€, und bei einer Abwesenheit von mind. 24 Stunden 30€ abgesetzt werden können.

Welche neuen Regelungen zur Umsatzsteuervoranmeldung und -erklärung beinhaltet das Wachstumschancengesetz?

Auch zum Thema Umsatzsteuer hält das Wachstumschancengesetz Steuervereinfachungen parat: Der Umsatzsteuer-Betrag, ab dem Unternehmer:innen eine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben müssen, steigt ab 2024 auf 2.000€ für das vorangegangene Kalenderjahr. Zudem entfällt für Kleinunternehmer:innen die Verpflichtung, eine Umsatzsteuererklärung mit 0 umsatzsteuerpflichtigen Umsätzen abzugeben (allerdings mit Ausnahme von 3 Sonderfällen).

Welche neuen Pflichten entstehen für mich als Unternehmer:in?

Ab 2024 gilt für Unternehmer:innen die neue verpflichtende Maßnahme zur Arbeitszeiterfassung. Das neue Gesetz besagt, dass Arbeitgeber:innen die Arbeitszeit ihrer Angestellten nun elektronisch erfassen müssen. Ausnahmen können durch tarifliche oder kleinbetriebliche Regelungen gelten, z.B. für Betriebe mit einer Größe von bis zu 10 Mitarbeitenden. Wie die Unternehmen die elektronische Zeiterfassung umsetzen, bleibt ihnen überlassen.

Setzen Sie auf einzigartige Leistung

Gratis testen

Oder nehmen Sie an einer Einführung in BuchhaltungsButler teil.

Unverbindlich. Schnell. Kostenfrei.

Termin auswählen