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Soll- oder Ist-Versteuerer?

Was ist die Ist-Besteuerung?

Die Ist-Versteuerung wird im Fachjargon auch "Versteuerung nach vereinnahmten Entgelten" genannt. Sie bedeutet, dass das Unternehmen die Umsatzsteuer auf seine Einnahmen erst dann an das Finanzamt anmelden und abführen muss, wenn die Einnahmen auch tatsächlich geflossen sind.

Was ist die Soll-Besteuerung?

Die Soll-Versteuerung wird auch "Besteuerung nach vereinbarten Entgelten" genannt. Wer sein Unternehmen als Soll-Versteuerer führt (führen muss), muss die Umsatzsteuer unmittelbar dann dem Finanzamt melden und diese auch abführen, wenn die Leistung erbracht wurde (in der Praxis ist dies der Moment, in dem die Rechnung an den Kunden gestellt wird).

Der Unterschied in zwei Sätzen:

Als Ist-Versteuerer muss man die Umsatzsteuer also erst dann abführen, wenn man das Geld auch tatsächlich erhalten hat.
Als Soll-Versteuerer schuldet man die Umsatzsteuer sofort dem Finanzamt, sobald die Leistung erbracht wurde.

Voraussetzungen für die Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten (Ist-Versteuerung)

Den Antrag auf Besteuerung nach vereinbarten oder vereinnahmten Entgelten (Soll- oder Ist-Versteuerung) stellt man in der Regel über den "Fragebogen zur steuerlichen Erfassung", welchen einem das Finanzamt in der Regel in den ersten Wochen nach der Unternehmensgründung automatisch zuschickt.

Der Antrag auf Ist-Besteuerung ist vom Finanzamt zu genehmigen wenn:

  1. der Gesamtumsatz nicht mehr als 600.000 Euro (vor 2016: 500.000 Euro) beträgt
  2. oder keine Verpflichtung besteht Bücher zu führen
  3. oder der Unternehmer Umsätze aus einer Tätigkeit eines freien Berufs erzielt.

 

Die Angaben in diesem Artikel wurden mit großer Sorgfalt recherchiert.
Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der angegebenen Informationen können wir dennoch keine Haftung übernehmen.
Insbesondere ersetzen die Informationen keine qualifizierte Beratung durch einen Steuerberater.

Stand: 30.08.2015. Alle Angaben ohne Gewähr.


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